Klasse 8n beim Kurzfilmfestival

Schulleben

Ein Vogel, ein Fernseher und eine Perücke, das sind drei Dinge, die wichtig sind in den drei verschiedenen Filmen, die wir am 28.09.2021 im Kinocenter „Neues Regina“ in St. Ingbert gesehen haben.

Wir waren dort auf Initiative unserer Kunstlehrerin Frau Fischer, die uns mit Herrn Bastian begleitet hat. Die drei Filme gehörten zum pädagogischen Programm des Kurzfilmfestivals „filmreif - junger film“. [...]

Der erste Film, den die Klasse 8n geschaut hat, heißt ,,A Day in the Life of a Boy”. Es geht um einen autistischen Jungen namens Daan, seine Eltern leben getrennt und er hat eine jüngere Schwester mit dem Namen Milli. Daan nimmt die Welt größer und genauer wahr, denn Sachen, die in unseren Augen unscheinbar wirken, sind für ihn sehr interessant und beeindruckend, wirken oft groß wie bei einem Blick durch eine Lupe. Manchmal ist das Leben für die Mutter und Milli nicht das leichteste mit ihm, denn Dinge die man zu ihm sagt, könnten falsch verstanden werden und somit einen Anfall an Übersensibilität erwecken. In so einer Phase gerät ihm der gelbe Kanarienvogel von Milli in die Hände und der Vogel überlebt dies nicht.

Niklas Bauer, der Regisseur des Films, ist seit 2014 professionell als Filmemacher tätig. Er ist Teil der LGBTQ Community, deshalb weiß er auch wie es ist, anders wahrgenommen zu werden. Er konnte mit diesem Film auf sensible Weise die Besonderheit von Daan darstellen.

In dem zweiten Film mit dem Titel „TALA´VISION” geht es darum, dass die achtjährige Tala einen Fernseher in einer vom Krieg zerstörten Welt von der Straße holt und aufstellt, obwohl ihr Vater zuvor ihr Gerät zerstört und entsorgt hat. Er hat ihr zu erklären versucht, dass Fernseher ab nun vom IS verboten sind. Zum Schutz vor dem Entdecken des Mädchens und vor den Schüssen, die man immer wieder im Film im Hintergrund hört, verschließt der Vater das Fenster mit Holz, wenn er die Wohnung verlässt. Angst, Einsamkeit und Langweile bestimmen den Alltag des kleinen Mädchens und machen das Leben in der kleinen Wohnung fast unerträglich. Ihr bester Freund, mit dem sie nur über Briefe kommunizieren kann, liegt im Sterben. Der neue Fernseher unterhält Tala, doch der Vater entdeckt ihn, und der Onkel könnte den Besitz verraten haben. Es bleibt nur noch zu flüchten.

Murad Abu Eisheh hatte die Idee für den Kurzfilm. Er taucht nach seinem Abschluss tief in die filmische Reise nach Syrien ein.

„Gestalten” hieß unser dritter Film. Es geht darum, dass wir uns im Jahr 1951 befinden und Kommissar Albert und seine Geliebte Berta sich der filmischen Illusion klarwerden müssen, in der sie sich befinden, damit sie einen Serienmörder besiegen können. Die beiden sind auf dem Weg nach Hause, bis sie sich die Frage stellen, was passiert, wenn der Film zu Ende ist, denn sie merken, dass alles hier nicht echt ist. Sie befinden sich in einem Film. Sie wollen wieder ihr normales Leben zurück, aber wie? Sie ziehen ihre Kostüme aus und die Frau auch ihre Perücke. Als auf einmal der gesuchte Serienmörder im Schatten einer Häuserecke steht, nehmen sie sich die Spielzeugwaffe, um ihn zu erschießen.

Alexandra Kurt hatte die Idee für den Kurzfilm. Während ihres Studiums arbeitete sie an unterschiedlichen Projekten. Seit 2019 studiert sie Spielfilmregie.

Beim Filmfestival können junge Filmemacher bis 29 Jahren einen bis zu 29 Minuten dauernden Film einsenden, diese Kurzfilme werden alle angeschaut und die besten werden ausgesucht, und diese werden dann auf dem viertägigen Festival gezeigt und hieraus werden Preisträger von einer Jury gekürt. Im Rahmen dieses Festivals sind nun Filmpakete geschnürt worden, die für die Unter- und Mittelstufe und auch für die Oberstufe geeignet sind. Nach dem Film führte der Medienpädagoge Thomas Scherer jeweils ein Gespräch mit unserer Klasse und kurbelte eine Diskussion zum gesehenen Film an.

Uns hat es Spaß gemacht, die Filme zu schauen. Die Meinungen zu den Filmen spalten sich bei uns allen, aber die Mehrheit fand den Film ,,TALA`VISION” am besten. Wir freuen uns schon, wenn uns wieder ein paar Kurzfilme vorgestellt werden.

(Lina Behat und Leila Cikaric aus der Klasse 8n)


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