Abiturgottesdienst 2020

Schulleben

Am 11. März 2020 fand das erste konstitutive Treffen zur Planung des Abiturgottesdienstes des AMG statt. Damals gingen noch alle davon aus, dass alles nach Plan ablaufen würde. Dann kam am Freitag, der 13. die traurige Nachricht, die alles Planen erst einmal für lange Zeit auf Eis legen sollte. Abiturfeiern und alles, was den Anschein davon haben könnte, waren aufgrund der Pandemie untersagt und lange Zeit sah alles danach aus, als ob die aktuelle Situation überhaupt keine Abiturfeierlichkeiten zulassen wollte. Das war natürlich für alle Beteiligten eine sehr traurige Nachricht, weil man sich schon so lange darauf gefreut hatte und auch die Ungewissheit war schwer zu ertragen. 

Deshalb freute man sich umso mehr als am 3. Juni – also mitten im schriftlichen Abiturverfahren – die frohe Botschaft von Seiten der Schulleitung kam, dass ein Gottesdienst am Freitag, 3. Juli um 18 Uhr in St. Josef möglich sein wird. Nun war ein wenig Kreativität, guter Wille und viel Engagement gefragt, um über Videokonferenzen und zahlreiche Telefonate, wieder die Planungen aufzunehmen. Es galt, dies aus der räumlichen (und keineswegs sozialen) Distanz heraus zu schaffen, wobei Schulleitung, Lehrer und AbiturientInnen sehr eng zusammenarbeiteten.

Freundlicherweise erklärte sich der ehemalige AMG-Schüler, Carl Recktenwald, dazu bereit, zusammen mit seinem Team für einen professionellen Livestream des Gottesdienstes zu sorgen. Auf diese Weise konnten die Familien und Angehörigen der AbiturientInnen den Gottesdienst live über einen nicht-öffentlichen Youtube-Kanal mitverfolgen und auch danach immer wieder anschauen. Musiklehrer Frank Hahnhaußen kümmerte sich um den Satz der Partituren und leitete die eigens für den Gottesdienst ins Leben gerufene Combo, die ausschließlich aus den Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs bestand.

So gelang es, einen wirklich wunderschönen Abiturgottesdienst auf die Beine zu stellen, der uns als schöne Erinnerung im Gedächtnis bleiben wird.

Mit dem Motto „Don’t stop me now“ eröffneten die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten ihren letzten gemeinsamen Gottesdienst. Die Pandemie hat den ursprünglichen Abitur-Fahrplan vielleicht etwas verzögert, doch letztlich haben alle 67 Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums das Abitur bestanden und konnten so nicht mehr „gestoppt“ werden.
Ebenso erfreulich ist das gute Ergebnis: Der durchschnittliche Abischnitt liegt in diesem Jahrgang bei 2,2, davon haben 22 Schüler eine 1 vorm Komma erreicht.

Vor der Zeugnisübergabe wurden von Lehrern, Eltern und Schülern Reden gehalten.

So gab Herr Burkart, einer der Tutoren sowie Organisator des Gottesdienstes, den Abiturientinnen und Abiturienten mit emotionalen Worten letzte Ratschläge und Weisheiten mit auf den weiteren Weg.

Vier Schüler formten unter den aktuellen Umständen und vom Livestream inspiriert die klassische Abirede in eine Nachrichtensendung um. Dabei wurde ihrer Direktorin Frau Scholz am Ende von „Albertus MagNews“ der erfundene WHO-Hygienepreis in Form einer goldenen Klopapierrolle überreicht.

Während der Elternrede erhielt jeder Abiturient einen mit dem eigenen Abi Motto bedruckten Mundschutz (von den Eltern organisiert!), mit dem am Ende auf der Treppe vor der St. Josef Kirche ein Gruppenfoto gemacht wurde.

Für viele der Abiturienten ist es natürlich nach wie vor schade, dass vieles wie Mottowoche, Abistreich und Abiball wegen Corona ausfallen musste. Aber - auch wenn man es sich insgesamt anders vorgestellt hat - so ist den Schülern, Lehrern und Eltern unter erschwerten Umständen doch bestmöglich ein unvergessliches Event gelungen. So wie ein Fotoapparat Momente einfängt werden viele der Beteiligten diesen Abend in ihrer Erinnerung halten.

Und genauso sicher ist, dass dieser Jahrgang, der, wie Frau Scholz so schön sagte, „nicht zu stoppen ist“, in die Geschichte eingeht.

Durch Anklicken gelangen Sie zum SZ-Artikel von Herrn Elmar Müller.

 

Hier sind die Namen der diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten: Julia Atsal, Elias Betz, Léon Dejon, Lea Freudenreich, Niclas Hauck, Talitha Hoffmann, Amely Ihl, Carina Martin, Jaqueline Mayer, Hendrik Meyer, Johannes Schaubel, Benedikt Schirra; Torben Bücheler, Valerie Feis, Anne-Kathrin Florsch, Jens Gehm, Amelie Gerstner, Chiara Gucciardo, Paula Kaufmann, Finn Lambert, Christina Lang, Marvin Lenjoint, Theresa Michaeli, Liam Müller, Sahra Von Beulwitz, Manuel Wagner, Sebastian Wuillemet, Noah Zintel; Laila Abdalla, Janka Dick, Anton Dillinger, Verena Hohneck, Luzie Huy, Tobias Janishek, Alicia Jung, Christopher Kochaneck, Elena Kuhn, Emelie Maus, Martin Moses, Lena Müller, Lilli Rebmann, Sophie Reiß, Maren Schwarz, Sophia Simon, Victoria Steinberger, Sarah Utzig, Justin Zapp; Magdalena Alitah, Alessandra Bay, Celine Deffland, Paula Füssenich, Laura Henneken, Sören Hornung, Jan Linsenmeier, Jana Linz, Arbesa Qorraj, Mirko Raber, Sophie Rothermel, Elisa Schäfer, Angela Schindler, Annika Schneider, Anna Schulte, Gabriel Seibel, Anil Uçar, Felix Walch, Maike Weber und Paula Weirich.

 

- Paula Kaufmann und Paula Weirich


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Foto: Elmar Müller (SZ)
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