Verdun – Geschichte hautnah erlebt

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Am 20. April besuchten die 10bsl und 10cn mit ihren Geschichtslehrern die historischen Schauplätze von Verdun, die die Schüler und Schülerinnen sehr beeindruckt haben:

"Die Eindrücke, die wir dort erlebt haben, waren schockierend. Wir wussten vieles über den 1. Weltkrieg, aber im Verdun-Museum konnten wir uns das auf jeden Fall besser vorstellen. Die ganzen Waffen, die Uniformen, die Fahrzeuge. Wen der 1. Weltkrieg schon immer interessiert hat, der sollte sich alles genauer ansehen.

Das Dorf existierte nicht mehr. Alles war voll von Schlaglöchern, die durch Granaten entstanden waren. Dort gab es nur eine kleine Kirche, die wiederaufgebaut worden war, und ein Ehrenmonument für die Soldaten Frankreichs und der französischen Kolonien (Algerien, Tunesien und Marokko).

Im Fort war die Stimmung düsterer: Es war eiskalt, es war feucht und roch nach Kalk, und eng war es auch noch. Man sagte uns, dass es damals sogar noch kälter war (so um die -20°C waren damals noch normal). Man hat uns auch den Ton einer Granate demonstriert, um auf diese Weise ein Gespür bzw. „Gehör“ dafür zu bekommen, was die Soldaten gefühlt jede Minute gehört haben. Es gab keine Ruhe. Innen waren ebenfalls eine Menge Friedhöfe (für französische Soldaten, Soldaten aus französischen  Kolonien und deutsche Soldaten).

Später haben wir einen riesigen Friedhof besucht. Da waren über 16.000 Grabsteine, alle beschriftet, so gut es geht beschriftet. Es gab auch welche, bei denen man die Namen nicht ermitteln konnte), alle standen in Reih und Glied. Dahinter war ein Denkmal, das wie ein Schwert aussah, das in den Boden gerammt worden war. Innen waren überall Knochen, Skelette und Särge. Eine Kirche und einen Ort der Stille gab es auch.

Die Guides haben uns gut geführt, und insgesamt konnten wir so mehr über die Situation von damals lernen. Gut, dass diese Sachen deshalb nie vergessen werden."

Luca Macaron, 10cn


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