Nachdem wir uns mit Frühstück gestärkt hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Um kurz vor neun Uhr erreichten wir unser Ziel, wo wir von zwei erfahrenen Bergleuten namens Thomas und Peter begrüßt wurden. Bevor die Führung durch das Bergwerk starten konnte, teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wurden entsprechend ausgerüstet mit Helm, Jacke und Lampe. Eine Gruppe begann mit einer Zugfahrt ins Innere des Bergwerks, während die andere hineinlief und später mit dem Zug rausfahren durfte. Wir erfuhren eine Menge über den damaligen Abbau der Kohle, die Folgen der jahrelangen Arbeit und dass selbst Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren schon im Bergwerk tätig waren. Gezeigt hatte Peter uns auch verschiedene extrem laute Maschinen und Geräte, die damals zum Einsatz kamen. Wir durften erfahren, wie es sich wohl angefühlt hat, mit solchen Maschinen im Alltag zu hantieren, indem wir sie selbst ausprobierten.
Uns wurde erklärt, weshalb der 4. Dezember der wichtigste Feiertag des Jahres für die Bergleute ist, nämlich wegen der Geschichte der heiligen St. Barbara, die sich, laut Erzählung, damals für die Bergleute opferte.
In bis zu 36 m Tiefe unter der Erde sah man seine Hand Wort wörtlich nicht mehr vor Augen, doch genau hier bei 8 bis 10 Grad arbeiteten täglich sehr viele Menschen, bis das Bergwerk am 3. Mai 2012 letztlich schloss.
Als die interessante Führung gegen 11:20 Uhr endete zogen wir unsere Ausrüstung aus und liefen gemeinsam wieder zur Schule zurück.
I. Klein und E. Frieser
Glück auf! - Besuch des Rischbachstollens
Schulleben



