Eine Woche Kino

Schulleben

Vor ein paar Wochen fand in Saarbrücken das Filmfestival Max Ophüls Preis statt. Das Schöne daran: Es gibt eine Jugendjury. Noch schöner ist allerdings, dass ich bei der 47. Festivalausgabe ein Teil davon sein durfte. Gemeinsam mit vier anderen Jugendlichen sahen wir innerhalb einer Woche elf Wettbewerbs-Spielfilme im Cinestar Saarbrücken. Auf jeden der Filme folgte ein Gespräch mit den Filmschaffenden, bei dem sie die Möglichkeit hatten, von der Entstehung des Films zu berichten.

Für die Pausen stand vor dem Kino eine Art Container und obwohl dieser ganz liebevoll den Spitznamen “Gefängnis” trug, warteten darin Stühle, leckeres Essen und vor allem spannende Gespräche. Neben uns gab es nämlich noch weitere Jurys und zwischen den Filmen hatten wir die Gelegenheit, diese näher kennenzulernen.
Letztendlich haben wir uns entschieden, den Preis der Jugendjury an “Wolves” zu vergeben. Dieser Film erzählt von einer jungen Frau, die eine emotionale Abhängigkeit zu einem Mann entwickelt und aufgrund dieser ihre Werte verrät und auf der Suche nach Zugehörigkeit in eine rechtsextreme Szene rutscht. Wir wählten diesen Film, weil er zeigt, wie schnell und unbemerkt man emotional abhängig werden kann. Außerdem wird darin deutlich, dass rechtsextreme Gruppen oft auch nur wegen der Gemeinschaft attraktiv wirken und so die problematischen Werte verschleiert werden können.
Alles in allem war die Woche im Kino und die große Preisverleihung zum Schluss eine wunderschöne und empfehlenswerte Erfahrung, aus der ich sowohl mit neuen Erkenntnissen, als auch mit neuen Bekanntschaften herausgegangen bin.
Seit dem 19. Februar kann man außerdem den Eröffnungsfilm “Sie glauben an Engel, Herr Drowak?” und den Wettbewerbsfilm “Wovon sollen wir träumen” im Kino sehen. Vorbeischauen lohnt sich.

Johanna Müllers, Q1


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