„Klimawandel im Himalaya“ - Videokonferenz mit Lama Samten

Schulleben

Die Corona-Beschränkungen machen es in diesem Schuljahr nicht einfach, besondere Begegnungen zu ermöglichen. Um so attraktiver war die Möglichkeit, an einer Online-Veranstaltungsreihe des Netzwerks Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) zum Thema „5 Jahre Pariser Klimakonferenz“ teilzunehmen. Die Mitarbeiter des NES organisierten für uns eine Videokonferenz mit Lama Samten, einem buddhistischen Mönch aus Nordindien. ...

Dabei galt es zunächst, das Treffen vorzubereiten. Am Dienstag, dem 8.12., waren wir per Videokonferenz mit Johannes Weller und Florian Crosbie, der uns zunächst auf Französisch begrüßte, verbunden. Die beiden stellten uns Lama Samten vor und erklärten, wie die Diskussion mit ihm ablaufen sollte. Um möglichst viele Informationen in einer Schulstunde zu erhalten, sollten wir nun in Kleingruppen Fragen erarbeiten. Diese wurden anschließend von allen Gruppen vor der Kamera vorgetragen und von Florian Crosbie gesammelt, der sie dann an Lama Samten weitergab.

Und am 11. Dezember war es dann so weit. Pünktlich zum Stundenbeginn stand die Videokonferenz, und nach einer kurzen Begrüßung konnte es losgehen. Lama Samten zeigte uns Fotos aus seiner Heimat, vom Kloster, den Gebirgslandschaften, den Menschen und Häusern und erklärte uns die Veränderungen. Im Himalaya erleben die Menschen den Klimawandel seit einigen Jahren ganz drastisch, denn im Gegensatz zu früher schmilzt der Schnee auch auf den Gipfeln von über 5000m komplett ab. Das wiederum führt zu Wassermangel, denn normalerweise steht in der warmen Jahreszeit das Wasser der Gletscherflüsse zur Verfügung. Und weil ein großer Teil der Bevölkerung in der abgelegenen Gegend im Nordwesten Indiens von der Landwirtschaft lebt (Getreide- und Gemüseanbau), ist das ein erhebliches Problem.

Aber kein Problem ohne Lösung: Indische Ingenieure haben die sogenannten „Ice-Stupas“ erfunden. Wenn es kalt genug ist, wird Wasser senkrecht nach oben über ein Drahtgestell versprüht und gefriert dort zu einem künstlichen Eisberg, der bei wärmeren Temperaturen langsam abschmilzt. Das Schmelzwasser kann dann in die Felder geleitet werden.

Aber nicht nur die Bilder aus einer uns unbekannten Welt beeindruckten. Auch gab uns Lama Samten, der hervorragend Deutsch spricht, Einblicke ins Klosterleben und das Leben überhaupt im Norden Indiens, wo es völlig normal ist, mehrere Kilometer zu Fuß zu gehen, um das benötigte Trinkwasser zu holen. Die Region Ladakh ist schon immer eine trockene Region, in der das Wasser wertvoll ist. Die buddhistischen Klöster wollen hier auch ihrer Verantwortung gerecht werden, die Region klimafreundlich voranzubringen, z.B. mit dem Einsatz von Photovoltaik oder auch mit Baumpflanzaktionen.

 

  • Ich fand es echt crazy, dass vor 10 Jahren noch Schnee lag und das Klima sich so stark verändert, dass es auf einmal 30°C im Sommer ist. Außerdem fand ich es auch sehr schlimm, dass die Menschen dort dadurch so viele Probleme bekommen. Das zeigt, dass dringend etwas gegen den Klimawandel getan werden muss.“ (Alva Kist, 7b)
  • Im Himalaya-Gebirge, wo er lebt, kann er sich an ein ganzes Jahr mit Schnee erinnern. Doch heute gibt es Überschwemmungen und der Schnee schmilzt „schon“ im Juli weg. Bei ihm regnet es auch viel mehr.“ (Franziska Umlauf, 7b)
  • Ich fand die Bilder krass, bei denen man gesehen hat, wie bei den Bergen früher der Schnee gelegen hat und heute nur wenig bis gar nicht mehr.“ (Laura Schmitt, 7b)
  • Was mich am meisten fasziniert hat, war das Wetter. Dass es im Winter -40° gibt und im Sommer 35°. Und dass die Häuser nicht aus Beton, sondern aus Lehm bestehen. In den Häusern dort ist es sehr kalt, weil es keine Heizung gibt. Unten leben im Winter die Tiere, im Sommer sind sie auf der Weide.“ (Salomé Zimmer, 7a)
  • Außerdem fand ich es spannend zu erfahren, dass die Mönche zwei Kilometer laufen müssen, um Wasser zu bekommen und dass die Häuser ohne Metall und ohne Beton gebaut werden.“ (Nele Kayser, 7a)

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