Exkursion nach Verdun

Schulleben

Am Mittwoch, dem 02.10.19, fuhr die Klasse 9n2 nach Verdun, einem wichtigen und interessanten Kriegsschauplatz des 1. Weltkriegs. Die Fahrt startete um 7:30 Uhr am Sportplatz des AMG. Mit an Bord war die Klasse 9n2, Frau Winkelmann, Frau Klingel und Herr Hillen vom Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. 

Herr Hillen erzählte uns auf der Hinfahrt schon viele schreckliche Dinge über den Ersten Weltkrieg und sprach über die Schlacht um Verdun. Nach ungefähr 2 ½ Stunden Fahrt kamen wir endlich am Memorial de Verdun an. Das ist ein Museum, in dem viele Relikte und Informationen des 1. Weltkriegs untergebracht sind. Dort mussten wir einen Fragebogen ausfüllen. Dafür hatten wir eine Stunde Zeit. Auch wenn man so schnell nicht alles im Museum betrachten konnte, war es doch spannend zu erfahren, wie schrecklich der Krieg eigentlich war.

Nächste Haltestellen war FLEURY devant DUAUMONT, ein Dorf mit Ortseingangs- uns Ausgangsschild, einer Postleitzahl und einem Bürgermeister. Allerdings gibt es in dem Dorf nichts außer einer Hügellandschaft, einer Kapelle und mehreren Steinen, auf denen Schilder angebracht sind. Das Dorf wechselte während dem Krieg 16mal den Besitzer, d.h., es wurde mehrere Male von den Deutschen bzw. von den Franzosen erobert. Die oben erwähnten Steine stehen für die Häuser, die früher in dem Dorf standen. Mittlerweile ist das Dorf ein Mahnmal, dass zeigen soll, wie ein Krieg ganze Dörfer auslöschen kann.

Als nächstes gingen wir zu einem Fort. Das ist eine unterirdische Festung. Das Fort Douaumont wurde von den deutschen Soldaten erobert und musste anschließend von den Franzosen wieder zurückerobert werden. Zeitweise wurden hier 4000 Soldaten untergebracht. Dabei gab es nur neun einfache Toiletten und zwei kleine Waschräume. Außerdem war es sehr laut, wenn eine Granate, wie die dicke Berta oder ein langer Max auf das Fort gefallen sind, was bei einem Angriff im Schnitt alle zwei Sekunden passierte. Aus all diesen Gründen kam es oft vor, dass jemand „sein Gehirn verlor“, was bedeutet, dass diese Menschen verrückt wurden durch die ständige Belastung der Psyche.

Die letzte Haltestelle war ein französischer Soldatenfriedhof. Auf diesem Friedhof waren mehrere tausend franz. Soldaten begraben. An jedem Grab steht ein weißes Kreuz und davor rote Rosen. Die einzigen Ausnahmen bilden ein jüdisches Grab, welches kein Kreuz, sondern eine Stele hat und ein paar muslimische Gräber, die gen Mekka gerichtet sind. Dann gingen wir ins Beinhaus, welches die Form eines in der Erde steckenden Schwertes hat. Dort sind die Gebeine der unidentifizierten toten Soldaten untergebracht, die in und um Verdun gefallen sind. An den Wänden und an der Decke stehen die Namen der vermissten französischen Soldaten, die nie gefunden wurden. Auf diesem Friedhof sind viele geschichtliche und symbolische Dinge passiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ausflug total spannend und lehrreich war und jeder von uns gelernt hat, wie wichtig es ist, dass Frieden und Demokratie bestehen bleiben, damit so etwas Schreckliches nie wieder passiert. 


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