Unser Engagement - Der Mensch

Latein

Zur Fachschaft Latein gehören am AMG Frau Betz, Frau Dr. Hintermeier und Herr Schönenberger.

Wozu Latein? Latein ist gut für die Schülerinnen und Schüler.

  • Hilfe im Fremdsprachenunterricht
    Latein als Basissprache vieler europäischer Sprachen kann beim Erlernen dieser Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch ... ), vor allem beim Erfassen und Einprägen des Vokabulars, aber auch von Satzmustern, sehr hilfreich sein. Auch als dritte Fremdsprache leistet Latein da noch gute Dienste.
    Und: Sprachen-Lernen ist nicht auf die Schulzeit beschränkt!
  • Steigerung der Sprachkompetenz
    Latein hat in der Lehrbuchphase einen überdurchschnittlich hohen grammatischen Anteil. Viele jetzige Oberstufenschüler oder ehemalige Schüler sagen immer wieder, sie hätten Grammatik überhaupt erst durch Latein richtig gelernt. Die im Lateinunterricht erworbenen Grammatikkenntnisse können dann auch im Deutsch- und im Fremdsprachenunterricht sehr nützlich sein.
    Ein Schwerpunkt des Lateinunterrichts ist (anders als bei den modernen Fremd-sprachen) die Übersetzung ins Deutsche. Hierdurch können die Ausdrucksfähigkeit und der Stil im Deutschen wesentlich verbessert werden.
    Sprache als System wird gerade am Lateinischen aufgrund von dessen ausgeprägter innerer Logik besonders gut erfahrbar.
  • Förderung der Lesekompetenz
    Das Übersetzen lateinischer Texte erfordert ein äußerst präzises Vorgehen. Man muss den lateinischen Text genau lesen, da es auf jeden Buchstaben ankommt. Diese Sorgfalt und Genauigkeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Lese-kompetenz.
    Schulung analytischen Denkens
    Aufgrund der Eigenart dieser Sprache schult die Beschäftigung mit dem Lateinischen in besonderer Weise und ganz grundsätzlich die Fähigkeit zu genauem und analy-tischem Denken und Arbeiten.
  • Vermittlung fächerübergreifender kultureller Kenntnisse
    Über die Sprache hinaus vermittelt der Lateinunterricht auf allen Stufen Kenntnisse der Geschichte, der Literatur, der Philosophie, der Mythologie, der Kunst, der Architektur usw., die im Fachunterricht der Oberstufe (vor allem in Geschichte, Deutsch, Fremdsprachen und Kunst) wieder vorkommen und somit zum Erfolg in diesen Fächern beitragen können.
  • Erwerb des Latinums
    Der Lateinunterricht auf dem Gymnasium vermittelt die für eine Reihe von Studien-gängen nützlichen, notwendigen oder gar verlangten Lateinkenntnisse (Möglichkeit des Erwerbs des Latinums), die man sich sonst erst später parallel zum eigentlichen Studium an der Universität oder Hochschule mit zusätzlichem Aufwand aneignen müsste.

    Aber - und auch diese Erkenntnis finden wir bei den "alten" Römern:
    Non scholae sed vitae discimus. - Nicht für die Schule, sondern für's Leben lernen wir.

Wozu Latein? Latein nützt fürs Leben.

  • Hilfe bei Fremdwörtern
    Die meisten Fremdwörter und viele Fachbegriffe haben ihren Ursprung in der alt-griechischen oder in der lateinischen Sprache. Mit Latein als Grundlage ist es möglich, die Bedeutung vieler dieser Fremdwörter und Fachbegriffe (auch ohne langwieriges Nachschlagen im Lexikon) zu verstehen und sich dauerhaft zu merken.
    (Beispiel: ‚Imperialismus‘ von imperium - Reich, Herrschaft)
  • Verstehen von Zitaten
    Latein war zu allen Zeiten die Sprache der Gebildeten. Daher gibt es eine unermess-liche Fülle lateinischer Zitate, die auch häufig in Geschichts- und Deutschbüchern zu finden sind. Die Kenntnis der lateinischen Sprache erleichtert das Verständnis und die genaue Sinnerfassung dieser Zitate.
  • Bewusstsein für die Wurzeln der eigenen Kultur
    In den lateinischen Texten und dem Begleitmaterial zum Sprachunterricht lernen die Schüler Themen und Fragestellungen kennen, die sie später als allgemein menschlich empfinden werden und die ihnen in ihrem eigenen Leben immer wieder begegnen.
    Sie erleben auch, dass Personen der römischen Antike wie Caesar, Cicero oder Augustus und Sagenfiguren wie Orpheus, Ödipus, Daedalus und Ikarus oder Europa in der Literatur, Geschichte, Kunst und Architektur unseres eigenen Landes präsent und lebendig sind.
    So entsteht ein Gefühl für Allgemeinmenschliches ebenso wie für die überzeitliche Bedeutsamkeit bestimmter Themen und Fragestellungen - eine wichtige Erfahrung angesichts der Schnelllebigkeit und Beliebigkeit vieler Dinge und Interessen, die unser modernes Leben prägen.
    Es entsteht auch das Gefühl, in einer kulturellen Tradition zu stehen, was Sicherheit und Wertbeständigkeit vermittelt.

Wozu Latein? Latein ist gut für Europa und für den Frieden.

In der griechisch-römischen Antike liegen die Grundlagen und Wurzeln unserer europäischen Kultur: Demokratie, Rhetorik, Grammatik, Philosophie, Rechtssystem, Acker- und Straßenbau, Weinbau, Kunst und Architektur...
Wichtige Bestandteile unserer europäischen Identität sind angelegt in dem Glauben der Antike an eine über-nationale Ordnung, in ihrer Vision von einem befriedeten Herrschaftsraum unter einem gemeinsamen Rechtssystem, in ihrer Überzeugung von der Würde des Individuums, in dem Ansatz von Menschenrechten und der Trennung von geistlicher und weltlicher Ordnung.
So bildet die griechisch-römische Antike das Fundament für das gemeinsame Haus Europa, an dem gerade in unserer Gegenwart und jüngeren Vergangenheit mit Ent-schlossenheit gebaut wird.
Das Bewusstsein, gemeinsame Wurzeln zu haben, ist ein zuverlässiger Baustein für Respekt, Toleranz und Verantwortungsgefühl der Völker untereinander und damit für den Frieden.

Wer sollte Latein lernen?

Für Latein eignen sich insbesondere Schülerinnen und Schüler,

  • die sprachlich interessiert sind und in den bisherigen Fremdsprachen (insbeson-dere auf dem letzten Zeugnis) gute oder durchschnittliche Zensuren hatten.
  • die gerne „tüfteln“, „knobeln“, analysieren und Probleme lösen (was sich u. a. in ihrem Interesse und der Leistungsfähigkeit im Fach Mathematik zeigen kann).
  • die den kommunikationsorientierten Unterricht in den modernen Fremdsprachen nicht so mögen oder dort wegen Problemen mit der Aussprache, Ausdrucksfähig-keit oder der Kommunikationsbereitschaft weniger Erfolg haben.
  • die Lernbereitschaft mitbringen und aufgrund ihrer zurückhaltenden Art schrift-liche Arbeitsformen bevorzugen.

Am AMG zum Latinum

Latein wird am Albertus-Magnus-Gymnasium seit dem Schuljahr 2012/13 ab Klasse 8 als 3. Fremdsprache angeboten.

Das Latinum kann auf folgenden Wegen erworben werden:
1. Der Schüler bzw. die Schülerin lernt Latein von Klasse 8 bis zum Ende der Klasse 10 als 3. Fremdsprache und legt danach eine zweiteilige (schriftliche und münd-liche) Ergänzungsprüfung mit mindestens der Note „ausreichend“ ab.
2. Lernt ein Schüler bzw. eine Schülerin Latein als 3. Fremdsprache von Klasse 8 bis zum Ende der Klasse 10 und belegt dann Latein als G-Kurs, ist das Latinum - ohne Ergänzungsprüfung - erworben, wenn das vierte Halbjahr der Hauptphase mit einer mindestens ausreichenden Leistung abgeschlossen wurde.
3. Wählt der Schüler bzw. die Schülerin nach der Klasse 10 den E-Kurs Latein, ist mit einer mindestens ausreichenden Leistung im vierten Halbjahr das Große Latinum erreicht.

 

 

Latein als Abi-Prüfungsfach

Ist der E-Kurs Latein gewählt worden, wird Latein als 1. oder 2. schriftliches Prüfungs-fach Teil der Abiturprüfung.
Wurde der G-Kurs belegt, besteht die Möglichkeit, Latein als 3. bzw. 4. schriftliches Prüfungsfach oder als 5. mündliches Prüfungsfach im Abitur zu wählen.

Lehrwerke und Materialien

Lehrbuchphase:

  • Prima C (Buchner-Verlag, 2008): Textband und Begleitband
    Dieses Lehrwerk ist speziell für Latein als 3. Fremdsprache konzipiert. Es zeichnet sich durch zahlreiche Bezüge zu modernen Fremdsprachen, anschauliche Begleit-materialien und abwechslungsreiche Übungsformen aus.

Lektürephase:

  • Nach Abschluss der Spracherwerbsphase spätestens im 2. Halbjahr der Klasse 10 werden lateinische Originaltexte gelesen, z.B. Caesar, Cicero, Nepos und Ovid.
  • Der kleine Stowasser - Lexikon Latein-Deutsch (Klett)
    Nach Abschluss der Lehrbuchphase im ersten Halbjahr der Klasse 10 wird mit diesem Wörterbuch gearbeitet, das dann auch in den Klausuren benutzt werden darf. Es ist zur Benutzung im Unterricht in ausreichender Anzahl für jeden Schüler in der Schule verfügbar.