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Das LIMES-Netzwerk

Das Netzwerk  LiMeS besteht aus dem Lions-Quest-Programm, der Mediation und der Schoolworkerin.

Lions Quest

Das Programm vermittelt soziale und kommunikative Kompetenzen in den Klassenstufen 5 und 6, soll die Handlungsfähigkeit erweitern, die Persönlichkeit sowie Gruppenprozesse fördern.

Für Eltern bedeutet es Unterstützung bei der Erziehung.

Das bedeutet, dass pro Woche eine Stunde für soziales Lernen auf dem Stundenplan steht (keine Arbeiten, keine Noten)

 

Mediation

Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird an unserer Schule Mediation durchgeführt; dies ist eine Form der Streitschlichtung, bei der die Konfliktparteien unter Anleitung eines Mediators bzw. einer Mediatorin versuchen, eine für beide Seiten tragbare Lösung zu finden; dadurch soll vor allem der Unterricht von Streitereien zwischen Schülern entlastet werden, und die Schüler sollen lernen, auch außerhalb der Schule gewaltfrei mit Konflikten umzugehen.

Bisher haben 5 Kollegen/Kolleginnen (Frau John, Herr Neises, Frau Panther, Frau Ruffing, Frau Vautrin) die Qualifikation als Mediator/Mediatorin erworben; sie haben jedes Jahr eine bzw. zwei Arbeitsgemeinschaften geleitet,, in denen mittlerweile schon eine ganze Reihe von Schülermediatoren ausgebildet wurden; diese stehen als Ansprechpartner auch in den großen Pausen zur Verfügung. Im Moment findet wieder eine AG „Mediation“ für Schüler der Unter- und Mittelstufe statt (samstags , 14tägig, über das Schuljahr verteilt) , die ausgebildeten Schülermediatoren werden ebenfalls betreut.

Die Mediation ist Teil unseres LIMES –Netzwerkes ( LIons Quest, Mediation, Schoolworker), das Eltern, Lehrern und Schülern bei der Bewältigung von Problemen helfen kann. Die Tastsache, dass sehr häufig auch die Hilfe der Schoolworkerin (Diplompädagogin Fr. Sinnwell) nachgefragt  wird, zeigt, dass unser Projekt eine sinnvolle und notwendige Einrichtung geworden ist. Der Kompetenzstärkung der Erziehungsarbeit von Eltern dient das „Elternseminar“, das von der Schule angeboten und von Fr. Engel (Mediatorin und Kommunikationstrainerin) geleitet wird.

Durch regelmäßige Treffen zwischen Mediatoren und der Schoolworkerin  - manchmal noch unterstützt von Frau Feichtner (Lehrerin und Diplompädagogin) - wollen wir versuchen, das soziale Klima an unserer Schule weiterhin zu verbessern und gewalttätigen Auseinandersetzungen vorzubeugen; diesem Ziel dient auch die „Gewaltprävention“, die wir in der Klassenstufe 7 durch die Polizei durchführen lassen.

Wir hoffen, dass es uns auch in Zukunft gelingt, unser Projekt weiterzuführen und möglichst viele Lehrer und Schüler zu Mediatoren/innen  auszubilden, die durch ihre Arbeit zu „einer Schule ohne Gewalt“ beitragen können. 

Schoolworker-Projekt

Das Schoolworkerprojekt ist im Oktober 2003 im Saarpfalz-Kreis gestartet.  An allen Gymnasien, Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen des Saarpfalz-Kreises sind Schoolworker eingesetzt worden. Sie sind Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer. Dieses vom Land und den Landkreisen geförderte Modell dient der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule.

Als Schoolworkerin ist Christine Sinnwell für unser Gymnasium zuständig. Sie stellt sich vor: 

Ich bin Sozialpädagogin und seit vielen Jahren beim Jugendamt des Saarpfalz-Kreises beschäftigt.In dieser Zeit habe ich mit Kindern, Jugendlichen und Eltern im Rahmen der Jugendhilfe zusammengearbeitet. Als Schoolworkerin für St. Ingbert betreue ich insgesamt vier weiterführende Schulen.

Ich bin an einem Tag in der Woche am Albertus- Magnus-Gymnasium anwesend und stehe den Schülern, Eltern und Lehrern als Ansprechpartnerin bei Fragen und zu Informationen der Jugendhilfe zur Verfügung.

Seit dem letzten Schuljahr erarbeite ich gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern vom Albertus-Magnus-Gymnasium ein Netzwerkmodell.  Eine enge Verzahnung von Schule und Jugendhilfe ist das Ziel.

Die Aufgabenschwerpunkte meiner Arbeit als Schoolworkerin sind:

Beratung und Information von Schülern, Eltern und Lehrern:

1.      bei Problemen im schulischen, familiären und persönlichen Bereich von Kindern und Jugendlichen

2.      bei Fragen der Eltern zu erzieherischen Themen;

3.      zu Angeboten und Aufgaben der Jugendhilfe

4.      zu Angeboten im sozialen Umfeld

5.      Unterstützung, Beratung, Begleitung und Aufbau von Präventionskonzepten in den Schulen

6.      Beratung und Unterstützung für Lehrer bei fallspezifischen Problemen

7.      Mitwirkung in unterschiedlichen schulischen Gremien (Konferenzen, Schüler/ Elternvertretungen ...)

Als Sozialpädagogin unterliege ich selbstverständlich der Schweigepflicht. Während der unten angegebenen Sprechzeit bin ich an der Schule erreichbar, außerhalb dieser Zeiten bitte ich um Terminabsprache.

Es müssen nicht immer gravierende Probleme sein, mit denen Sie sich an mich wenden können. Ich bin offen für Ideen und Anregungen Ihrerseits. Ich freue mich weiterhin über eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Christine Sinnwell, Dipl. Sozialpädagogin

 

Sprechzeiten:

Donnerstags 9.00 bis 11 Uhr (weitere Termine nach Absprache möglich)

Ort:

Albertus-Magnus-Gymnasium, Lehrerzimmer oder Besprechungsraum 308

Handy: 0160/96922409

E-Mail: Christine.Sinnwellprotect@saarpfalz-kreis.de

 

Projekt Körperwahrnehmung

von links: Dr. Sabine Becker, Markus Mann, Christine Sinnwell, Karin Heid-Schuck

 

In den Klassenstufen 8 wurde kürzlich an drei Tagen am Albertus-Magnus-Gymnasium das Präventionsprojekt „Fühl dich wohl in deinem Körper“, getrennt nach Jungen und Mädchen,  durchgeführt. Angeregt dazu hatte Schoolworkerin Christine Sinnwell in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, weil immer mehr Jugendliche an Bulimie oder Magersucht leiden. Diese Vorbeugungsmaßnahme sei sehr wichtig, so die Schoolworkerin, es werde offen über Krankheiten und ihre möglichen Folgen gesprochen.

Die Themen wurden im Vorfeld zwischen der Kinder- und Jugendärztin Dr. Sabine Becker, der Sozialarbeiterin Karin Heid-Schuck sowie der Schoolworkerin besprochen und für beide Gruppen abgestimmt. Abgesprochen wurde sie des Weiteren mit den zuständigen Lehrern, Biologielehrerin Ulrike Stender-Haas hatte das Thema fachgerecht in den Klassen vorbereitet. Intention war eine grundlegende Auseinandersetzung auf allen Ebenen: Schon seit Jahren werden Essstörungen und gestörtes Körpergefühl und Körperbewusstsein bei jungen Frauen und Männern beobachtet. Sie gelten als weit verbreitetes Phänomen unserer Gesellschaft. Allgemeine Information, Information von Hilfsangeboten, Beratungsstellen sowie Möglichkeiten der Unterstützung von Betroffenen werden angeboten.

Christine Sinnwell, Dr. Sabine Becker und Karin Heid-Schuck informierten die Mädchen über Essstörungen und Körperwahrnehmung. Franziska Scheurer, Klasse 8 b, war betroffen. „Sie zeigten uns erschreckende Bilder von magersüchtigen Menschen und beantworteten uns Fragen.“ Sehr beeindruckt war auch Charlotte Jung: „Die Referentinnen zeigten uns Entspannungstechniken, stellten uns Fragen zur Selbsteinschätzung, praktizierten mit uns Spiele, die angelegt sind zur Steigerung des Selbstbewusstseins. Mit den drei Damen war alles sehr amüsant und lehrreich für uns.“

Markus Mann war für die männliche Jugend zuständig. Er sprach die Themen Magersucht, Übergewicht sowie die richtige Ernährung. „Wir durften auch unseren BMI (Body Mass Index) ausrechnen und erfuhren, wie schnell man magersüchtig werden beziehungsweise Übergewicht bekommen kann“, so Tim Hager, Klasse 8 b. Mit den Mädchen zusammen wurde dann der Film „Super Size Me“ betrachtet. Damit wurde uns klar gemacht, so Benjamin Ehrhardt (Klasse 8b),, wie ungesund „fast food“ ist. Die Jungen reagierten durchweg positiv, denn jetzt wissen sie wie man Schädigungen des Körpers vorbeugen kann. Eine Nachbereitung mit allen Beteiligten dieses Netzwerkes ist vorgesehen.

Christa Strobel