Kooperation mit Banken und Firmen
Die Kooperationspartnerschaft mit dem Bankenverband, dessen Vertreter Herr Gusenburger ist, trägt erste Früchte.
Die Fotos zeigen Vertreter der Firmen Kohl-Pharma, Globus Handelshof, hager und Karlsberg sowie der Banken: Hypo-Vereinsbank und Deutsche Bank beim Berwerbertraining mit Oberstufenschülern.
Vom Erzähl-Stoff zum Kunst-Stoff
Zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer hatte Oberstudienrat Harald Bleimehl, Politik- und Musiklehrer am AMG, die Idee, das Projekt der Freien Kunstschule Saarpfalz e.V. ARTefix „Vom Erzähl-Stoff zum Kunst-Stoff“ in der Klasse 10m durchzuführen. Seine Politikklasse war begeistert von der Idee, Studiendirektor Emil Herz, Geschichtslehrer dieser Klasse, sowie Studienrätin Sabine Scherf, Kunstlehrerein, stellten ihre Stunden für dieses fachübergreifende Projekt zur Verfügung. Drei Wochen lang wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, historische Informationen erlebbar zu machen.
Zunächst stand die Zeitzeugenerzählung mit Daten, Geschehnissen, Reden und Bildern im Vordergrund. Dabei begegneten den Schülern Fragen nach persönlichen Erlebnissen. Thomas Schiffmacher hatte als Kind von fünf Jahren den Bau der Mauer erlebt und konnte hautnah die historischen Ereignisse von 1961 bis 1989 auf der persönlichen Ebene transportieren. Reges Interesse der Schüler belegen ihre zahlreichen Fragen zu dieser Zeit. „Wenn man Geschichte so lernt, behält man alles besser als wenn man Frontalunterricht hat“, so Fabian Roschy. „Geschichte ist so zum Anfassen“ (Kevin Kiefer).
Auch Kleidungsstücke der Mauerspechte – das sind Personen, die 1989 in kalten Novembertagen an der Mauer Wache gehalten haben - wurden mit Tyweck (Werkstoff zwischen Papier und Stoff) hergestellt, bemalt, besprüht, gerissen, geschnitten, getackert und geklebt. Hier war Andrea Rauscher federführend. Das Kleidungsstück erfuhr seinen Stellenwert aus der Erzählung des Zeitzeugen, denn damals waren besondere Mäntel, Jacken, Hosen wichtig, um die kalten Tage und Nächte bei Mahnwachen und ersten Angriffen auf die Mauer zu überstehen. Dann wurde das noch Unfertige zusammengenäht und mit wärmendem Innenfutter aus Umzugsdecken versehen. Das forderte die Frage heraus, was gebraucht wurde, in den eisigen kalten Novembertagen an der Mauer. Gedanken an die Freiheit, aber auch Angst vor der Gewalt waren präsent. Große, tiefe Taschen wurden aufgenäht - Essen und Trinken musste ja untergebracht werden -, Kapuzen angefertigt. Sabrina Dörr imponierte die zeitzeugen Erzählung und Kathrin Litzenburger hat das Nähen an der Maschine Spaß gemacht.
Mit einer „Modenschau“ endete das Projekt in der Schau der Mauerkleidung, was den Dialog zwischen Erinnerung und Gestaltung des Gehörten aus Erzähl-Stoff zum Kunst-Stoff dokumentierte. Auch eine Ausstellung der „Kunstwerke“ in St. Ingbert sowie in der Saar-Vertretung in Berlin sind in folgender Form geplant: Hörstationen geben dabei die Ausschnitte aus der Zeitzeugenerzählung wieder, die Mauerkleidung wird auf Skulpturen präsentiert, Spuren der Auseinandersetzung werden zu sehen sein: Stoffreste, Schülernotizen, Fotos, Arbeitsmaterialien, Gegenstände, die in den Familien in der Zeit des Mauerfalls Bedeutung hatten. All das wird sich in Plexiglaskästen befinden, die zu einer transparenten „Berliner Mauer“ konstruiert wird, so die Organisatorin Carola Stahl.
Infokasten:
Freie Kunstschule ARTefix: Sitz in Homburg; Aufgabe: mit den Projekten Ergänzung der künstlerisch-ästhetischen Bildung im Saarpfalz-Kreis, Arbeit in drei Sparten: Kursprogramm sowie Projekte in Schulen und Kindergärten; Sommerakademie in Blieskastel; berufsbegleitende Fortbildung (Theaterpädagogik).
"Hörprojekt"
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